13. Juni 2013

DANKE an alle fleißigen Fluthelfer

Das Hochwasser hatte die Kita "Vier Jahreszeiten" fest im Griff.

Noch am Montag spielten die knapp 80 Kinder der Kita "Vier Jahreszeiten" im Garten mit der neu eingeweihten Hangrutsche, die durch Elterninitiativen und Sponsoren angeschafft werden konnte. Am Abend sah die Leiterin der Einrichtung Sylvia Lutze das Wasser schon kommen. Zu diesem Zeitpunkt ahnte jedoch keiner, dass es so hoch steigen würde...

Knietief standen Eltern, Erzieherinnen und freiwillige Helfer am Dienstagmorgen 8 Uhr barfuß im Untergeschoss der Kita in kaltem Saalewasser. "Mit Gummistiefeln kommt man hier nicht mehr weit", stellte eine Erzieherin fest und schüttelte dabei verzweifelt den Kopf. Innerhalb von zwei Stunden wurde alles ausgeräumt, was noch zu retten war.

Im Souterrain der Kita befand sich das Büro der Leiterin, der Bewegungsraum mit Sportgeräten, Matten, Bällen und speziellen Bewegungsmaterialien, auch die Garderoben der Kinder waren hier. Außerdem gab es im Untergeschoß einen großen Lagerraum in dem Stühle, Tische, Betten, Matratzen, Decken, Bücher, Spiele, Sandspielzeug, Puppenwagen, Bollerwagen sowie Dekoartikel für Feste und Feiertage gelagert wurden. Auch die Heizungsanlage und der Hausanschlussraum befanden sich im Keller und haben Schaden genommen. 

Ohne die vielen Helfer hätten wir nicht mehr so viel retten können, schwärmt die Leiterin der Kita. Immerhin konnten noch ein paar Garderoben abmontiert werden, die Bänke waren schon im Wasser verschwunden und fielen regelrecht auseinander nachdem das Wasser weg war. In einem der Räume hatte sich der Estrich gewölbt. Das ganze Ausmaß der Schäden wird erst nach und nach sichtbar.

Ebenso wie das Souterrain hat auch die Außenfläche gelitten. Der Inhalt zweier Gartenhäuser (Sandspielzeug, Kinder-Fahrzeuge, Sonnenschirme und Bälle) war kontaminiert und musste komplett entsorgt werden. Der gerade neu angelegte und liebevoll von den Kindern gepflegte Obst-, Gemüse- und Kräutergarten sowie auch die Rasenflächen wurde vom Saalewasser verschluckt. Übrig blieb ein Meer aus Schlamm und Matsch. Die Spielgeräte müssen nun auf Standsicherheit geprüft werden. Wann die Kinder, die sich bislang in einem Außenquartier befinden, wieder zurück in ihre Kita können, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.


Experiment DER WOCHE